Als Agnes uns diesen Vorschlag vortrug waren wir natürlich sehr neugierig. Sie hatte die Idee eines schönen gemeinsamen Ausflugs und dann im Internet verschiedene Möglichkeiten erwogen. Heraus kam das Kartoffelfest am 11.09.05 in Selsingen bei Zeven. Schnell wurden Fahrgemeinschaften vereinbart und nach einer Stunde Autofahrt trafen wir in Selsingen ein. Vor dem Essen wurde erstmal gesungen:
„Brukst du mal Kalorien pur,
Columbus hätt schon weten,
musst einfach wie ein Heidebur,
täglich Kartüffeln eten.“

Das Kartoffelmenü bestand aus vielen leckeren Kartoffelrezepten, dazu Kartoffelschnaps und natürlich den Fragebogen zum Kartoffeldiplom.
Eine Pferdekutsche und ein Trecker mit Anhänger warteten bereits auf uns für die einstündige Fahrt zum Acker. Fröhlich schaukelnd fuhren wir über Pflaster und Wiesenwege und wurden mit vielen Informationen der Fahrer versehen. Wie 1950 durften wir dann in kleine Jutesäcke per Hand Kartoffeln sammeln, mindestens fünf Kilo. Jetzt gab es auch wieder einen Schnaps und wir gaben, nicht ohne das jeder noch zwei Kartoffeln schälen musste, unseren Fragebogen ab.

Nach der heiteren Rückfahrt gab es am „Vereinshaus“ – ein Holzfeuerofen in einer alten Kate – frisch gebackenen, warmen Butterkuchen, Kaffee und wieder leckeren „Kartoffellikör“. Alle 24 Teilnehmer bekamen jetzt ihren Ehrenurkunde: „In Würdigung der hervorragenden Leistung in allen Kartoffeldisziplinen und nach Kräftigung durch Butterkuchen wird ... hiermit die bestandene Prüfung im Kartoffeldiplom bescheinigt.“ Übrigens auf einem liebevoll gestaltetem Blatt.

Traditionsgemäß haben wir natürlich auch noch verschiedene Tänze auf dem Kopfsteinpflaster getanzt.
Der Ausflug hat uns allen viel Spaß gemacht und wir denken dankbar an diesen schönen Tag zurück.
G. Begemann
„Minsch blief normal,
et wat besonders gout di dait:
Det sünd nun mol
Kartüffeln ut de Haid.“