Über die Anfänge des Tanzkreises Ellerbek schrieb Hans-Georg Bednarski in der Festzeitschrift zum 50jährigen Jubiläum des Ring für Heimattanz:

...Nach langer und rastloser Umfrage durch Hans Haack nach Volkstanzinteressierten in unserem Dorf hatte er 1968 Erfolg. Unser Tanzkreis wurde gegründet, und wir wurden Mitglieder des Ringes für Heimattanz in Hamburg. Hans Haack leitete den Tanzkreis damals. Für die Musik sorgte im allgemeinen ein Tonband. Aber gern erinnern wir uns noch an Franz Pulmer, der oft den weiten Weg nach Ellerbek nicht scheute, um uns mit seiner Quetschkommode aufzuspielen.

Immer waren neue Gäste willkommen, es wurde fleißig geworben. So wurden wir nach und nach integriert in die große Volkstanzgemeinde. Jedoch nicht die großen Volkstanzfeste, Bundesfeten, Europäaden haben unsere Gruppe gefügt. Galt es dort doch nur, dem 255sten Teilnehmerkreis den 256sten hinzuzufügen. Nein, es waren die Einzelaufführungen, auf denen wir uns vor dem Publikum und vor uns selbst bewähren mussten.

Fast flattern mir noch jetzt die Hosen, wenn ich an unsere ersten öffentlichen Auftritte denke, zuerst im Altersheim in Bönningstedt, später im DRK-Heim in Schnelsen, oder anlässlich der Gründung der Volkshochschule Bönningstedt und viele andere. Im ersten Jahr ging alles gut. Aber dann schrumpfte die Mitgliederzahl nach einiger Zeit. Anfangs waren viele Jugendliche tanzbegeistert, jedoch irgendwie schienen sie den Discosound zu vermissen, jedenfalls wandten sie sich anderen Künsten zu.

Für uns Verbliebene war es nun die große Verpflichtung: Montags ist Volkstanz! Wenn Du nicht kommst, wird der Kreis nicht voll. Aber nach einigen Monaten Durststrecke ging es wieder aufwärts. Nur ca. 20 km vom Stadtkern Hamburgs entfernt, blieb unser Wirkungskreis im wesentlichen Schleswig-Holstein. ...Wir sind ein Familienverein. Zumeist sind Ehepaare Mitglieder, und in mehreren Fällen sind auch ihre großen Kinder dabei.

Unser Tanzkreis ist in der Mitgliedschaft beständig, er weist nahezu keine Fluktuation auf. In den 19 Jahren unseres Bestehens sind wir natürlich alle ein klein büschen älter geworden. Die grauen Haare gucken schon überall durch. Es lässt sich nicht verschweigen: etwa die Hälfte der Mitglieder wurde zwischen 1927 und 1937 geboren.

Doch um den Nachwuchs ist uns nicht bange, denn eine kleine Schar Jugendlicher hält uns schon viele Jahre lang die Treue. Die Ausgewogenheit zwischen dem Ansporn zur tänzerischen Leistung und der Gelassenheit im geselligen Beieinander hat in diesen 19 Jahren zu einem Gemeinschaftsleben geführt, wie wir es uns besser nicht wünschen können. Den Fortbestand dieses fruchtbaren Gemeinschaftslebens werden wir auch für die kommenden Jahre zu erhalten trachten und hoffen, daß es uns gelingt.

Hans-Georg Bednarski

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